Katyn – und niemand gedenkt der deutschen Opfer…

April 11, 2010

10. April 2010, Smolensk
Der polnische Staats-Präsident Lech Kaczynski fällt vom Himmel und stirbt auf dem Weg nach Katyn. Dort wollte er der polnischen Mordopfer durch den sowjetischen Geheimdienst gedenken. Der polnische Außenminister Guido Westerwelle: “Das ganze deutsche Volk trauert mit den polnischen Nachbarn.” Kaczynski und sein Zwillingsbruder gehörten zu den erbittertsten Deutschland-Feinden in Polen. Weder die polnischen noch die deutschen Regierungen haben sich jemals für die Rehabilitierung der unschuldig hingerichteten deutschen Soldaten eingesetzt, denen man die Morde in den Wäldern um Katyn in die Schuhe schob.

Dezember 1945, Leningrad
10 deutsche Kriegsgefangene werden von den Sowjets beschuldigt, für die Morde in Katyn verantwortlich gewesen zu sein. Sie werden verurteilt. Sieben werden aufgehängt und drei zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Bis in die 1990er Jahre beschuldigt man fälschlicherweise die Deutschen, für die sowjetischen Morde an den polnischen Opfern schuldig zu sein.

Frühjahr 1940, Katyn u.a.O.
22.000 polnische Offiziere und Angehörige der Oberschicht werden vom sowjetischen Geheimdienst auf Befehl des Staatschefs der UdSSR Jossif Wissarionowitsch Dschugaschwili (“Stalin”) ermordet. Die offizielle Geschichtsschreibung unterschlägt gerne, daß der blutrote mit dem braunen Diktator im September 1939 in Polen einmarschierte, Frankreich und Großbritannien allerdings nur Deutschland den Krieg erklärten und den deutsch-polnisch-sowjetischen Konflikt zum Weltkrieg ausdehnten. Den blutroten Aggressor hofierte man weiterhin (auch die bis Dezember 1941 angeblich “neutralen” USA taten dies), bis Großbritanniens Premierminister feststellte, daß man “das falsche Schwein” (zuerst) geschlachtet hatte…

Peter Hild


Was ist “Rechtsradikal” – wie unterscheidet man dies von “Rechtsextrem”?

April 11, 2010

Zu politischen Kampfbegriffen von Anti-Deutschen in der Gegenwart

Man sollte unterscheiden zwischen “rechtsradikal” und “rechtsextrem” – auch wenn diese politischen Kampfbegriffe von deutschfeindlicher Seite stets in einen Topf geworfen werden. Die vermischten, stets abwertend gemeinten Begriffen sind: “konservativ”, “rechts”, “rechtsradikal”, “national”, “nationalistisch”, “rechtsextrem”, “rechtsextremistisch”, “(Neo)Nazi”. Die Besetzung der ersten vier Begriffe braucht aber eine funktionierende Demokratie.
Die “Radikalen” muß ein demokratischer Rechtsstaat (den es [wieder]herzustellen gilt) und seine “Freiheitlich demokratische Grundordnung” (FDGO) sowohl auf linker wie auf rechter Seite – oder gar in der Mitte (z.Bsp. durch radikal-libertäre Ausrichtungen) – aushalten. Ohne die “Radikalen” – oder den einseitigen Kampf gegen nur eine Richtung von Radikalen – stürzt die FDGO sogar zusammen und widerspricht sich selbst! Die “Radikalen” gehen (nach lateinischer Begriffsherkunft) zwar mit ihrer weltanschaulichen Anschauung bis an die “Wurzel” [radix], allerdings wenden sie KEINE GEWALT an, noch billigen Sie, wenn dies jemand tut. Die “Extremen” stehen außerhalb [ex-tern] der FDGO und trachten danach, diese notfalls auch durch Gewalt zu beseitigen. Deswegen wenden sich Vernünftige gegen JEDEN Extremismus, auch wenn sie “radikal links”, “radikal rechts” oder “radikal liberal” eingestellt sind.
Nur weil es der VERöffentlichten Meinung gelingt, alles immer in eine Schublade zu werfen, gelingt es ihr, daß sich
- vernünftige Rechte und vernünftige Rechtsradikale monstranzartig gegenseitig voneinander distanzieren und
- es keine vernünftige demokratisch legitimierte rechte Gegenbewegung innerhalb der FDGO gibt noch geben kann.

Peter Hild


Tiefflieger-Angriffe und Menschen-Jagden in Dresden hat es 1945 gegeben!

April 11, 2010

Bundesrepublikanische amtlich bestellte Historiker kamen im Frühjahr 2010 – nach dem 65. Jahrestag der verheerenden britischen und amerikanischen Luftangriffe auf die sächsische Residenzstadt Dresden vom 13.-15. Februar 1945 – zu dem fragwürdigen Ergebnis, daß
a) nur 18.000 bis maximal 25.000 Todesopfer zu beklagen seien
b) Tieffliegerangriffe nach den großen Bombardierungen nicht stattgefunden hätten und die Menschenjagden „Phantasien“ von paralysierten Opfern seien.
Der Verniedlichung und Kleinrechnung deutscher Kriegsopfer (alleine 12 Millionen wehr- und waffenlose zivile Tote im und als Folgeverluste des Zweiten Weltkrieges) sind keine Grenzen gesetzt. Bei den Totenzahlen anderer Völker hingegen steht eine wissenschaftliche Überprüfung sogar unter Strafe.
Was darüber hinaus aber traurig macht ist die Tatsache, daß die amtlich bestellte Dresdner Kommission der englischen Sprache offensichtlich nicht mächtig ist. In den britischen Quellen ist nämlich über die Menschenjagden durch Tiefflieger zu lesen:
„13/14 February 1945. Dresden (…) Part of the American Mustang-fighter escort was ordered to strafe traffic on the roads around Dresden to increase the chaos. The Americans bombed Dresden again on the 15th and on 2 March but it is generally accepted that it was the R.A.F. night raid which caused the most serious damage.“
(Martin Middlebrook and Chris Everitt: THE BOMBER COMMAND WAR DIARIES. An operational refernce book 1939-1945; Midland Publishing, Leicester 2000, 4. Auflage, Seiten 663f., ISBN 1857800338)

Peter Hild


Geschichte des EISERNEN KREUZES

November 11, 2009

 

1813 – 1870 – 1914 – 1939 – 1957

 Das schlichte Kreuz aus Eisen wurde am 10. März 2008 195 Jahre alt.

Im Jahr 1996 hat sich die Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger (OdR) zur Traditionsgemeinschaft des Eisernen Kreuzes erweitert und ist damit – neben den deutschen Streitkräften – die Alleinvertreterin des Erbes jener ursprünglich preußischen, ab 1870 kleindeutschen1 und ab 1939 großdeutschen2 Tapferkeitsauszeichnung. 1811 hatte Oberst August Graf Neidhardt von Gneisenau (1760-1831) dem preußischen König Friedrich Wilhelm III. (1770-1840) vorgeschlagen, in einer entstehenden Freiheitsbewegung der durch die napoleonische Zwangsherrschaft unterdrückten europäischen Völker eine neue Auszeichnung zu stiften, die etwas Revolutionäres in sich trug. Eine in den preußischen Farben schwarz und weiß gehaltene kleine Schärpe solle dem gemeinen Soldaten bei entsprechender Tapferkeit ebenso verliehen werden können wie dem Unteroffizier, Offizier oder General. Auf Preußens Königin Luise (1776-1810) soll der Satz zurückgehen: “Es gibt nur eine Tapferkeit!”. Das noch zögerliche Staatsoberhaupt3 stimmte nach Überzeugungskunst seiner patriotischen Gemahlin und der “politisch unkorrekten” Konvention von Tauroggen4 dem Kriegseintritt gegen den Okkupator Frankreich auf Seiten des Russischen Zarenreiches zu. Das Eiserne Kreuz wurde im seligen Andenken an die kurz zuvor verstorbene Luise Königin von Preußen anläßlich ihres Geburtstages am 10. März 1813 in Breslau gestiftet. Als Sinnbild einer eisernen Zeit, aus welcher nur eiserne Standhaftigkeit retten könne, hatte der bekannte Maler und Baumeister Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) den Orden in 3 Stufen gestaltet. Die niedrigste, erste Auszeichnung, das “Eiserne Kreuz II. Klasse” (kurz EK II. genannt) wurde in einem der obersten Knopflöcher der Uniform als schwarz-weißes Band getragen5. Das EK I. wurde auf die linke Brust gesteckt (anfangs durch kleine Öffnungen am Rand des Metalls vernäht, später mittels einer Metallnadel oder einem Schraubverschluß befestigt). Das Großkreuz (GK) des EK wurde als Halsorden von den höchsten militärischen Führern getragen6. Die Verleihung des EK I. setzte den Besitz des EK II. voraus. Der Besitz des EK I. war Voraussetzung für die Verleihung des GK (oder ab 1939 des “Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes”). Phaleristisch, also ordenskundlich wird das EK II. als Ritterkreuz bezeichnet, das um den Hals des Beliehenen getragene Großkreuz hingegen als Komturorden. Erst im Zweiten Weltkrieg wurde aus dem Komturkreuz die eigentlich falsche Bezeichnung “Ritterkreuz” – als höchste Stufe des Eisernen Kreuzes (EK) und des gleichzeitig damit gestifteten Kriegsverdienstkreuzes (KVK) mit und ohne Schwerter (für Verdienste, die nicht unmittelbar als Soldaten und an der Front kämpfend geschahen). Sowohl die Inhaber des EK I. als auch jene des EK II. wurden seit der ersten Stiftung 1813 “Ritter des Eisernen Kreuzes” genannt; auf vielen Grabsteinen steht diese Ehrenbezeichnung. Im Zentrum des gleichschenkligen schwarzen Kreuzes, welches in allen Stufen durch einen feingestalteten silbernen Rand umgeben ist, befinden sich auf dessen Rückseite7 abgebildet drei Eichenblätter, darunter die Jahreszahl 1813. Im oberen Schenkel des Kreuzes befindet sich die preußische Krone, zwischen dieser und dem Eichenlaub das Monogramm des Staatsoberhauptes: 1813 “FW” für Friedrich Wilhelm III.8, 1870 Im Zentrum der Kreuz-Vorderseite zusätzlich “W” für Wilhelm I. (darüber nochmals die preußische Krone und darunter das Neustiftungsjahr 1870), 1914 “W” für Wilhelm II. Schon 1813-15 wurde das EK II. wenigen Frauen verliehen, die sich in patriotischer Einstellung als Männer verkleideten und im Kampf “ihren Mann” standen. Eleonore Prochaska (alias Lützower Jäger August Renz, 1785-1813) und Sophie Dorothea Friederike Krüger (alias Musketier August Lübeck, 1789-1848), Anne Lühring (alias Eduard Krause), “Karl Petersen”, F. Scheinemann, Dorothea Sawosch, Marie Buchholz, Maria Wende und Johanna Stegen sind Namen, die als Heldenfrauen in die jüngere deutsche Geschichte eingegangen sind. Auch dem Begründer der deutschen Turnvereine, dem seinerzeitigen Premierlieutenant (Oberleutnant) “Turnvater” Dr. Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) wurde das Eiserne Kreuz verliehen9. Im Krieg gegen Dänemark 1864 und im “deutschen Bruderkrieg” gegen Österreich-Ungarn 1866 wurde das Eiserne Kreuz ausdrücklich nicht wieder gestiftet. Erst zum deutsch-französischen Krieg 1870 wurde es durch den preußischen König und späteren deutschen Kaiser Wilhelm I. (1797-1888) – ebenfalls im seligen Andenken an seine Mutter, Königin Luise, zu deren 60. Todestag am 19. Juli – durch eine Stiftung erneuert. Erstmals wurde das EK im Krieg 1870/71 auch an nichtpreußische Deutsche verliehen. Außergewöhnlich tapfere Soldaten verbündeter Nationen konnten sich das Eiserne Kreuz aber auch schon in den Befreiungskriegen erwerben.10

1914, zu Beginn des Ersten Weltkrieges, wurde das Eiserne Kreuz durch den Enkelsohn des zweiten Stifters, den preußischen König und deutschen Kaiser Wilhelm II. (1859-1941), neu gestiftet. Das Band trug noch die preußischen Farben. Die höchsten Tapferkeitsauszeichnungen wurden aber noch mit Standesunterschieden und auf Landesebene verliehen. So gab es in Preußen den Pour-le-mérite (PLM) für die Offiziere und das Goldene Militärverdienstkreuz (MVK) für Unteroffiziere und Mannschaften, den Militär-Max-Josef-Orden und die Goldene Tapferkeitsmedaille in Bayern, den Militär-St.-Heinrichs-Orden und die Goldene Militär-St.-Heinrichs-Medaille in Sachsen, den Militär-Maria-Theresienorden und die Goldene Tapferkeitsmedaille in Österreich-Ungarn, den Militär-Karl-Friedrich-Verdienstorden und die Militärische Karl-Friedrich-Verdienstmedaille in Baden, den Militärverdienstorden und die Goldene Militärverdienstmedaille in Württemberg. Bei der bislang letzten Neustiftung des Eisernen Kreuzes durch das deutsche Staatsoberhaupt Adolf Hitler (1889-1945) im Jahre 1939 fielen auf der Rückseite des EK II., des Großkreuzes des EK und des Ritterkreuzes des EK Eichenlaub und Königskrone (wie auf der Vorderseite) weg. Ausschließlich die Jahreszahlen der ersten und der neuesten Stiftung blieben in der Formgebung des Schmuckes erhalten. 1939 wurde die Swastika als Staatssymbol dem EK in dessen Schenkelzentrum auf der Vorderseite zugefügt. Hitler verzichtete zugunsten eines einenden Symbols einer neuen Zeit auf seine eigenen Initialen als Staatsoberhaupt. Erst mit der Ausweitung der Kämpfe in alle Gesellschaftsschichten des Volkes wurden zu Kriegsende 1944/45 auch in Deutschland Frauen zu den Waffen gerufen. Im Weltkrieg 1939-45 wurde das EK II. offiziell mindestens 40 Frauen verliehen11; in den ersten 5 Kriegsjahren zumeist Rotkreuzschwestern an der Front. Die bekanntesten Vorbilder sind die DRK-Schwestern Elfriede Wnuk und Ilse Daub, sowie die Fliegerinnen Hanna Reitsch (1912-1979) und die jüdische Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg (1903-1945). Auch der DRK-Schwester Else Grossmann soll das EK I. Klasse verliehen worden sein. Erst durch den Zweiten Weltkrieg gab es eine weitere Revolutionierung in der Phaleristik. Das Band des Eisernen Kreuzes trug nun die Reichsfarben schwarz-weiß-rot. Ferner gab es keine unterschiedliche höchste Tapferkeitsorden mehr, welche auf Landesebene verliehen wurden. An diese Stelle trat mit Kriegsbeginn am 1.9.1939 ein Halsorden, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Es konnte an Mannschaften, Unterführer, Offiziere und Generale gleichermaßen verliehen werden; prozentual gesehen erhielten das Ritterkreuz des EK sogar mehr Mannschaften und Unteroffiziere (23%) als die Generalität (7%). Bis 1944 wurde es als Komturorden in 5 Stufen verliehen. Die 1944 gestiftete 6. Stufe, das goldene Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum RK des EK, wurde wie das Großkreuz des EK von 1939 nur je einmal verliehen12. Von der Gestaltung her blieben alle 6 Stufen als ein einziger Orden erkennbar: des Eisernen Kreuzes.13 Bei 7.361 insgesamt verliehenen Ritterkreuzen des Eisernen Kreuzes war etwa jeder 21. Träger Österreicher, es trugen 43 Ausländer verbündeter fremder Streitkräfte14, jeweils mindestens 27 europäische Ausländer innerhalb der Waffen-SS und mindestens 26 deutsche Juden diese höchste deutsche Tapferkeitsauszeichnung. Zwei bedeutende Namen: Generalfeldmarschall Erhard Milch (Staatssekretär im Reichsluftfahrtministerium, Generalinspekteur der Luftwaffe und Generalluftzeugmeister; 1892-1972) und General der Artillerie Fritz Lindemann (erschossen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus; 1894-1944). Die ranghöchsten und militärisch tapfersten deutschen Juden in den deutschen Nachkriegsstreitkräften waren Oberst i.G. der NVA Walter Lehweß-Litzmann (Enkelsohn des Namensgebers von Litzmannstadt [Lodz], des von Hitler verehrten Alterspräsidenten des Reichstages und Generals mit Pour-le-Mérite; 1907-1986) und Konteradmiral der Bundeswehr Bernhard Rogge (45. Eichenlaub und Träger des Samurai-Schwertes des Kaisers von Japan; 1899-1982).

Der Reichswehrminister der Weimarer Republik Otto Geßler15 äußerte sich 1952 über militärisch ritterliches Verhalten: „Kriegs- und Tapferkeitsauszeichnungen sind und bleiben ehrwürdig, die Taten ihrer Träger der Anerkennung wert!” Durch das Ordensgesetz, welches von Bundespräsident Theodor Heuß (1884-1963) am 26. Juli 1957 erlassen wurde, ist das Tragen des Eisernen Kreuzes und seiner höheren Stufen nach dem Zweiten Weltkrieg auch auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland wieder geregelt. Entfernt wurde nur das Hakenkreuz im Zentrum der Auszeichnung, welches durch die drei Eichenblätter des EK von 1813 im Schenkelmittelpunkt auf der Vorderseite über der Jahreszahl 1939 ersetzt wurde. Auf den Kampffahrzeugen und Flugzeugen der Bundeswehr prangt das Eiserne Kreuz noch heute als Zeichen deutscher Wehrhaftigkeit und Tapferkeit.16

Das seinerzeitige Mitglied des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages Martin Hohmann, MdB (ehemals CDU) brachte – gefolgt vom damaligen Generalinspekteur der Bundeswehr, General Klaus Naumann, am 15. Dezember 2001 ins Bewußtsein, daß bei künftig wieder stattfindender Beteiligung deutscher Soldaten an Kampfeinsätzen auch wieder eine Tapferkeitsauszeichnung benötigt würde; kein anderes Zeichen als das Eiserne Kreuz käme dafür in Frage. Bundesverdienstkreuze und bestehende Bundeswehrauszeichnungen (Ehrenkreuze in Bronze, Silber und Gold sowie diverse Einsatzmedaillen) haben keinen Zusammenhang mit unabdingbarer militärischer Tapferkeit, die von einem im Kampfeinsatz befindlichen deutschen Soldaten durch die Regierung seines Vaterlandes gefordert wird!

Am 10. Oktober 2008 veröffentlichte das Bundesgesetzblatt die Stiftung eines “Ehrenkreuzes der Bundeswehr für Tapferkeit” durch den Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Prof. Dr. Horst Köhler. Diesem Akt war vorausgegangen eine Petition eines Offiziersanwärters an den Deutschen Bundestag, den anderen Nationen endlich gleichzuziehen und wieder eine Tapferkeitsauszeichnung für deutsche Soldaten im Kampfeinsatz zu stiften. Der Vorschlag des Transportfliegers Timmy Schwarz war das Eiserne Kreuz. Dieses wurde natürlich (?) entrüstet abgelehnt. Die neue Tapferkeitsauszeichnung ist die gleiche wie das schon seit Jahrzehnten existente Bundeswehr-Ehrenkreuz – leicht angelehnt an das Eiserne Kreuz – mit dem Unterschied, daß es auf dem Verleihungsband bzw. der Ordensschnalle dezentes Eichenlaub trägt. Am 6. Juli 2009 verlieh in Anwesenheit des Bundesministers der Verteidigung Dr. Franz Josef Jung die Bundeskanzlerin Dr. Angelika Merkel diese neue Tapferkeits-Auszeichnung erstmals an den Oberfeldwebel Markus Geist und die Hauptfeldwebel Jan Berges, Henry Lukacz und Alexander Dietzen. Mit diesem Schritt der Verleihung durch die Kanzlerin gab die Bundesregierung unmißverständlich zu erkennen, daß sich die BRD im Krieg befindet.

 

Die Deutsche Demokratische Republik hatte trotz Sozialismus ideologische Vorbehalte gegenüber des Eisernen Kreuzes von 1939. Dennoch wurden nach Kriegsende 1945 die Streitkräfte der Kasernierten Volkspolizei (KVP) und Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR genauso wie das II. Österreichische Bundesheer (ÖBH), die spanischen, ungarischen, rumänischen und finnischen Streitkräfte oder der Bundesgrenzschutz (BGS, heute Bundespolizei) und die Bundeswehr in Westdeutschland maßgeblich von Trägern des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes aufgebaut und geprägt. In der NVA gab es in den letzten Jahren des Bestehens der DDR sogar Tapferkeitsauszeichnungen für einen kommenden Krieg gegen Westeuropa, die bezeichnenderweise “Blücherorden” genannt wurden.

Unsere NATO-Verbündeten verleihen für militärische Tapferkeit – die eben nichts mit Politik zu tun hat – ohne Unterbrechung seit Jahrzehnten und Jahrhunderten das amerikanische Legion of Merit, den französischen Orden Legion d’Honneur und das britische Victoria Cross.

 

Daß die “Tapfersten der Tapferen” (um ein Wort des Generalfeldmarschalls August von Mackensen zu zitieren) nicht nur im Militär ihren Mann gestanden haben, das beweisen einige der nachfolgenden Titel und Dienststellungen von Ritterkreuzträgern: Staatspräsident Carl-Gustaf Emil Frhr. Mannerheim (Finnland) und Leiter der “Provisorischen Regierung Ungarns” Béla vitéz lófö Miklós von Dálnoki. Stellvertretender Staatschef Agustin Munoz-Grandes (Spanien). Verteidigungsminister Axel-Erich Heinrichs (Finnland), Mihail Racovita (Rumänien) und stv. Verteidigungsminister Vincenz Müller (DDR, NDPD 1956-58). Militärischer Berater des Präsidenten Finnlands, Axel-Erik Heinrichs. Vizekanzler und Bundesminister für Gesamtdeutsche Fragen Dr. Erich Mende (FDP), Bundeswohnungsbauminister Dr. Hermann-Eberhard Wildermuth (CDU), Gesundheitsminister Luitpold Steidle (DDR, CDU 1949-58), stv. Innenminister Vincenz Müller (DDR), Finanzminister Sachsen Wilhelm Adam (NDPD). Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Fritz-Rudolf Schultz (1957-70 FDP) und Hellmuth Heye (1953-61 CDU). Fraktionsvorsitzende der CDU Reinhard Hardegen (Bürgerschaft Bremen) und Alfred Burgemeister (Stv. Vors. im Bundestag; 1953-70 MdB). Bundestagsabgeordnete Hasso-Eccard von Manteuffel (1953-57 FDP, FVP, DP; verteidigungspolitischer Sprecher FDP), Dr. Stefan Dittrich (1953-72 CSU; stv. Ausschußvorsitzender Wahlprüfung und Immunität) und Fritz Eschmann (1953-69 SPD). Landtagsabgeordnete Hermann Stiefvater (SPD), Fritz-Rudolf Schultz (1953-57 FDP Rheinland-Pfalz, zweiter Vizepräsident des Landtags), Günther Hochgartz (CDU), Frhr. v. d. Heydte (1966-70 CSU Bayern), Sepp Prentl (1974-1978 CSU Bayern), Franz Mader (CDU), Heinz Reinefarth (1958-62 BHE Schleswig-Holstein) und Oskar-Hubert Dennhardt (1950-54 CDU Schleswig-Holstein). Europaabgeordneter Dr. Stefan Dittrich (1965-73 MdEP CSU; 1966-67 Ausschußleiter Gesundheitsschutz). Volkskammerabgeordnete der DDR Luitpold Steidle (1949-71 CDU), Wilhelm Adam (1949-63 NDPD) und Vincenz Müller (1950-58 NDPD). Letzterer von 1950-52 auch Vizepräsident der Volkskammer. Mitbegründer und Politiker der Sozialistischen Reichspartei (SRP) Otto Ernst Remer. Politischer Berater der Fürstenfamilie Liechtenstein und österreichischer Konsul Georg Reichsfreiherr von Gaupp-Berghausen. Vizegeneralsekretär der EWG-Kommission Winrich Behr. 1. Botschafter Deutschlands in Israel Rolf F. Pauls und 1. Legationsrat Richard Borchardt (BND-Abteilungschef mit jüdischem Vater). Militärattachés Werner Roell, Berndt von Mitzlaff und Dr. Gerhard Zoppoth. Staatssekretär, Botschafter, Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung sowie ZDF-Intendant Karl Günther von Hase. WDR-Intendant und Goethe-Instituts-Präsident Klaus von Bismarck. (Leitende) Regierungsdirektoren Dr. Heinrich Seidel, Fritz Michel, Leo Hartmann und Gregor Nowowieski. Oberkreisdirektor Dr. Axel Bruns. Kreisamtsrat Georg Störck. Stadt- und Kreisrat in der DDR Rudolf Petershagen. Landräte Dr. August Weiler und Fritz Eschmann (SPD). Oberbürgermeister Luitpold Steidle (Weimar), Hermann Stiefvater (Straubing) und Günther Hochgartz (Bocholt). Zahlreiche Bürgermeister. Vizepräsident des Bundesgerichtshofes (BGH) Prof. Dr. Walter Stimpel. Vorsitzende Richter an Landgerichten Dr. Gerhard Gutmacher (Vorstandsvorsitzender der OdR), Dr. Günther Bergerhoff, Dr. Wendel-Wolf Recktenwald, Heinz-Eberhard Opitz und Eugen Kugler. Verwaltungsgerichts-Direktor Peter Roewer. Senatspräsidenten Dr. Hans-Jörg Kimmich und Hans-Wolfgang Schöne. Gründer des Max Planck Institutes für Internationales Strafrecht Hans-Heinrich Jescheck. Präsident der Landesversicherungsanstalt Dr. August Weiler. Leitender Schutzpolizeidirektor Wilhelm Schlüter und Polizeidirektor Hans Endres. Zahlreiche höhere Polizeikommissare und Kriminalräte. Leiter der Volkshochschule Jürgen Gauss. Universitäts-Professoren und Dekane Friedrich-August Frhr. v. d. Heydte, Bodo Spranz, Ernst Gadermann, Eberhard Schlepple, Heinz Wallhäußer, Karl Greve, Hans Speidel und Friedrich Krück. Olympiateilnehmer und -sieger Michael Pössinger (Bob-Weltmeister), Horst Niemack, Rolf Lippert, Heinrich Hax und Gustav-Adolf von Nostitz-Wallwitz. Fußballtrainer Fritz Pliska und Fußballspieler Herbert Dropmann. Sportreporter Herbert Zimmermann (SWR, Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in Bern, Onkel des Bundestagsabgeordneten der Grünen, Hans-Christian Ströbele), Hubert Schmidt alias Fred Gigo (Sachsenring, DDR-Conferencier) und Paul Egger. Vizepräsident des Städte- und Gemeindetages der DDR und des DDR-Kulturbundes, Luitpold Steidle. Regisseur und Schauspieler Til Kiwe alias Eduard Kiefer. Präsident des Kyffhäuserbundes Eugen H. Bleyer. Präsident des Feuerwehrverbandes Albert Bürger. Chefredakteure Kurt Dahlmann und Hanns Hönscheidt. Schuldirektoren Hans Beißwenger, Konrad Steidl, Hermann Poehlmann, Heinz-Hermann Remmert, Eugen Sonntag und Konrektor Heinz Rökker. Bankdirektoren Hartmut von Hößlin, Clemens Graf Kageneck, Artur Becker-Neetz, Hermann Spandau, Dr. Hans-Franz von Hülst, Egon Knörrchen, Dr. Hermann Oehmichen und Alfred Haase. Personal- und Sozialleiter der Nordischen Bank (Pohjoismaiden Yhdyspankki) in Finnland Axel-Erik Heinrichs. Brauereidirektoren Friedrich Rass, Reinhard Seiler, Dr. Hans Vesenmeyer und Dr. Hellmut Köhler. Kapitäne Karl Schulz und Rudolf Porath (DDR). Direktor der DDR-Fluggesellschaft Interflug Walther Lehweß-Litzmann. Flugkapitäne und Chefpiloten Rudolf Mayr, Bernhard Jope, Martin Meisel, Cornelius Noell und Hans Schoefbeck. Personalchef des Kaufhaus-Konzerns Karstadt Rolf Hermichen. Einige Namen führender Ritterkreuzträger in der Wirtschaft aus der Spitze der Interessensvertretung der “Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger (OdR) – Traditionsgemeinschaft des Eisernen Kreuzes”: Direktor der Dynamit Nobel AG und der Nobel Teppichwerke Wolfram W. Kertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Zündwarenmonopol-Gesellschaft Walther-Peer Fellgiebel, Direktor der Bayer AG Leverkusen Bruno Kahl, Direktor der Rheinischen Stahlwerke Siegfried Westphal, Direktor der Mobil Oil AG Peter Sauerbruch, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie Wolfgang Thomale. Als weitere Konzernchefs Hans-Ekkehard Bob, Winrich Behr, Heinz Schweim, Werner P. Roell und Helmut Eberspächer. Superintendent Ernst Hess, Dekane Dieter Gläsche und Christoph Duncker, Präsidialmitglied der EKD Klaus von Bismarck, Pfarrer Wilhelm Bach und Albert Meder. Darüber hinaus sehr zahlreiche Rechtsanwälte und Notare, Firmen-Direktoren, Forstdirektoren, Studienräte, Ärzte und Kulturschaffende des zivilen Öffentlichen Lebens. Direktor des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) Dr. Hermann Kremer.

 

Generalinspekteure von Bundeswehr, Bundesgrenzschutz und II. Österreichischem Bundesheer Friedrich Foertsch, Heinz Trettner, Kurt Andersen und Heinrich Scharff. Mindestens 43 Offiziere, darunter 4 Generale und 8 Brigadiere in den Nachkriegsstreitkräften Österreichs waren Ritterkreuzträger. 5 Generale im BGS und 4 Generale der KVP/NVA waren Ritterkreuzträger. 3 Generale mit Ritterkreuz dienten in den Nachkriegsstreitkräften von Rumänien (1946 General der Flieger Emanoil Ionescu sowie 1947 die Generale der Gebirgstruppen Ioan Dumitrache und Mihail Lascar). Jeweils 2 Generale mit Ritterkreuz dienten in den Nachkriegsstreitkräften von Finnland (Marschall Carl-Gustaf Emil Freiherr Mannerheim und General der Infanterie Erik-Axel Heinrichs), Spanien (Generalkapitän Don Agostin Munos-Grandes und Generalleutnant Emilio Esteban-Infantes) und Ungarn (Generaloberst z.V. Gusztav vitéz Jány und Generaloberst z.V. Béla vitéz lófö Miklós von Dálnoki). Die Luftwaffe von Syrien baute u.a. auf Hartmann Grasser, jene von Argentinien – auch auf dem zivilen Sektor – u.a. Hans-Ulrich Rudel und Adolf Galland. Die Inspekteure der Bundeswehr Friedrich Ruge (Marine) und Josef Kammhuber, Johannes Steinhoff, Günther Rall und Friedrich Obleser (alle Luftwaffe) bildeten die Führungsspitze der 116 Generale und Admirale mit der höchsten deutschen Kriegsauszeichnung des Zweiten Weltkrieges in der Bundeswehr (von denen in diesem Rang in der Wehrmacht nur 44 gewesen waren). Insgesamt gab es mehr als 800 Ritterkreuzträger (darunter 263 im Obristen- und 258 im Oberstleutnants-Rang), welche in oder für die Bundeswehr dienten.

Zum 10.11.2009 leben von den einst maximal17 7.318 Inhabern der höchsten deutschen Tapferkeitsauszeichnung, des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes, noch maximal 276 (wovon 27 die nächsthöhere Stufe, das Eichenlaub – und von diesen wiederum 3 die Stufe der Schwerter zum RK des EK tragen). 18 von diesen 276 gehörten der Waffen-SS und 10 der Kriegsmarine an. Es leben noch je 2 Ausländer und 2 Ritterkreuzträger mit jüdischen Vorfahren.

 

Peter Hild

 

 

Sieg oder Unsieg liegt in Gottes Hand,

der Ehre sind wir selber Herr und König!“

(Georg Sluyterman von Langeweyde)

 

 

Fußnoten

1 Erst durch die im Januar 1871 im französischen Königsschloß Versailles stattgefundene Kaiserproklamation des preußischen Königs Wilhelm I. zum Staatsoberhaupt des neu gegründeten (Zweiten) Deutschen Reiches gab es ein Ende der „Vielländerei“ in Deutschland.

2 Nach dem Beitritt Österreichs zum Deutschen Reich durch die Volksabstimmung im März 1938 bildeten beide Staaten Großdeutschland.

3 Preußens König Friedrich Wilhelm III. herrschte nach dem Sieg Napoleon Bonapartes und der Fremdbestimmung Europas über sein Herrschaftsgebiet auf des Franzosen Gnade. Eine Unterstützung des Freiheitswillens der Majorität seines Volkes wäre ihm bis 1813 als Verrat erschienen.

4 Bündnis der russischen Streitkräfte unter Generalmajor Hans Karl von Diebitsch-Sabalkanski (1785-1831) und der preußischen Streitkräfte unter Generalleutnant Ludwig Yorck von Wartenburg (1759-1830) am 30. Dezember 1812 an der ostpreußisch-russischen Grenze, ohne Rücksprache mit dem preußischen König – beide Heerführer wurden später Feldmarschälle, Yorck von Wartenburg in den Grafenstand erhoben.

5 Nur am Verleihungstag oder an der großen Ordensschnalle wurde das EK II. im Original an der Uniform getragen.

6 In den Befreiungskriegen 1815-15 (und mit Bezug darauf) wurden 8.542 EK II. Klasse (zusätzlich 7.000 ererbte EK II. und 369-374 EK II. am Nichtkämpferband sowie 7.131 „Kulmer Kreuze“ an die russischen Verbündeten), 635-668 EK I. Klasse und 5 GK zum EK verliehen. Im Krieg gegen Frankreich 1870-1871 wurde das EK II. 40.200 mal an Kämpfer und 3.050 an Nichtkämpfer verliehen, das EK I. 1.230 und das GK zum EK 9 mal. Im 1. Weltkrieg wurden 5,2 bis 5,4 Millionen deutsche Soldaten mit dem EK II. und 200-218.000 mit dem EK I. geehrt. Das Großkreuz wurde 4 mal verliehen, der Blücherstern (wie 1813-15) nur einmal. Im Zweiten Weltkrieg wurde das EK II. im Vergleich “nur” an 2,3 Millionen (bei 18-20 Millionen Soldaten insgesamt), das EK I. an etwa 300.000 Soldaten verliehen. Das Großkreuz wurde 1 mal verliehen. Die Sonderstufen des EK als “Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes” wurde nach jüngsten Erhebungen insgesamt 7.132 mal (und weitere 232 mal rechtsunwirksam) an deutsche und ausländische Angehörige der Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS verliehen (und 43 mal an verbündete Ausländer unter fremdem Oberbefehl). Die höheren Stufen “Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes” wurden 856 mal an Angehörige der Deutschen Wehrmacht und 6 mal an fremdländische Soldaten unter eigenem Oberbefehl verliehen, die “Schwerter zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub” 147 und 1 mal (Großadmiral Isoroku Yamamoto). 27 mal wurden die “Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub und Schwertern” und jeweils 1 mal das “Goldene Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten” (Oberst Hans-Ulrich Rudel) und das “Großkreuz des Eisernen Kreuzes” (Reichsmarschall Hermann Göring) verliehen.

7 Durch preußische Bescheidenheit war die eigentliche Trageweise der Vorderseite von EK II. und Großkreuz des EK schmucklos. Von den meisten Beliehenen wurde allerdings aus Stolz die Rückseite als Vorderseite getragen.

8 In dieser Gestaltung blieb die jeweilige Rückseite von EK II. und Großkreuz des EK 1813, 1870 und 1914 gleich. Nur die Vorderseite vermerkte die jeweilige Neustiftung.

9 Allerdings aus politischen Gründen (Jahn war gegen die Vielstaaterei in Deutschland) erst 27 Jahre nach den Kämpfen im Jahre 1840.

10 Russischen Soldaten der Befreiungskriege wurde 7.131 mal das sogenannte “Kulmer Kreuz” (eine Abwandlung des EK) verliehen.

11 Die Namen von 32 Frauen sind bekannt. Zwei Ausländerinnen, einer Wallonin und einer Norwegerin, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. 1940 war die erste Verleihung an Hanna Reitsch, 7 weitere folgten 1942. 4 Frauen wurden 1943 nachweislich ausgezeichnet, 3 weitere 1944 und mindestens 17 Frauen erwarben sich die Tapferkeitsauszeichnung in den ersten Monaten des Jahres 1945 – darunter auch eine Ehefrau eines Ritterkreuzträgers.

12 Das Goldene Eichenlaub an Oberst Hans-Ulrich Rudel (1916-1982) und das Großkreuz an Reichsmarschall Hermann Göring (1893-1946).

13 Als weitere höchste Tapferkeitsauszeichnungen wurden 1941 das Deutsche Kreuz in Silber und Gold (für die Verleihung des hochangesehenen DKIG, welches mehr als doppelt so häufig wie das RK verliehen wurde, wurden im Heer 5 EK I.-Tapferkeitstaten vorausgesetzt, bei der Luftwaffe wurde ab diesem Zeitpunkt das DKiG quasi als “Vorstufe” zum Ritterkreuz betrachtet, welches man bei einer hohen Anzahl an Feindflügen bzw. Luftsiegen nach dem Ehrenpokal und vor dem Ritterkreuz verliehen bekam), der Ehrenpokal der Luftwaffe und 1944 die Ehrenblattspange für Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine gestiftet, die unmittelbaren Bezug zum Eisernen Kreuz hatten. Das DK war in der Form des Strahlenkranzes und der Trageweise dem Blücherstern ähnlich (jener wurde nur 2 mal verliehen: 1813-15 an Marschall Gebhard Leberecht Fürst Blücher von Wahlstatt und 1914-18 an Generalfeldmarschall Paul von Beneckendorff und von Hindenburg); nach der Trageweise von 1957 und Ersetzen von Swastika durch Eisernes Kreuz sogar noch ähnlicher. Die Ehrenblattspange wurde auf dem Ordensband des EK II. getragen; in der Trageweise ab 1957 wurde das Hakenkreuz in der Ehrenblattspange des Deutschen Heeres durch zwei gekreuzte Schwerter ersetzt.

14 Rumänen, Italiener, Slowaken, Ungarn, Japaner, Spanier und Finnen.

15 Von 1928-1933 war Reichsminister Geßler (1875-1955) auch Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

16 Das Eiserne Kreuz wurde durch Generalinspekteur Hartmut Bagger 1996 als Symbol der Deutschen Bundeswehr grau eingefärbt.

17 Das neue Quellenwerk von Veit Scherzer (Ritterkreuzträger 1939-1945; Ranis/Jena 2005) erkennt nur 7.175 Ritterkreuz-Verleihungen an und weist 332 Ritterkreuz-Verleihungen, 30 Verleihungen mit dem Eichenlaub und 4 mit den Schwertern als rechtsunwirksam aus.


Formen der Zersetzung

Oktober 27, 2009

“Bewährte anzuwendende Formen der Zersetzung sind:

systematische Diskreditierung des öffentlichen Rufes,

des Ansehens und des Prestiges.”

(Richtlinie Nr. 1/76, MfS Nr. 100/76)


Semper aliquid haeret…

Oktober 20, 2009

(Etwas bleibt immer hängen…[wenn man verleumdet wird;
Zitat von Francis Bacon])

In diesen Tagen wird mein ehemaliger Geschichtslehrer und langjähriger Freund 80 Jahre alt. Er ist Sudetendeutscher österreichischer Herkunft. Seiner Mutter Ehre wurde bei der Eroberung seiner Heimat im Mai 1945 durch einen sowjetischen Offizier vor einem tschechischen Vergewaltiger gerettet. Er und die russische Prinzessin Tatiana Fürstin von Metternich pflanzten in meine Seele die Liebe zu Rußland, die Toleranz und Gesprächsbereitschaft gegenüber jedem sowie das Bemühen um das Hinter-die-Kulissen-schauen, um die Welt besser begreifen zu können. Von meiner Mutter lerne ich, mich christlich zu bemühen. Von meinem Vater lernte ich meine Herkunft zu schätzen und mein Vaterland zu lieben.  Tapfere Menschen, die im Krieg ritterlich handelten und sich auch im Frieden bewährten, sind meine großen Vorbilder.

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